Klaus Haas Artist - freischaffender Künstler - zeitgenössische Kunst, contemporary art: Studium an der Akademie der Bildenden Künste. Durch die variablen und ständigen Wechsel von verändernden Strategien auch der Medien, verweigert sich die Arbeit einer völligen Spezialisierung und abgeschlossenen Form. Die Werkgruppen wechseln zwischen Installation, Rauminstallation, Fotografie, Video, konzeptueller Malerei, Konzept, interaktiven Skulpturen, Aktion und Performances sowie Happenings.VIDEOworkCASE kann eine Videoskulptur oder eine Videoinstallation sein und zugleich als Kunst im öffentlichen Raum funktionieren. VIDEOworkCASE ist so sich selbst thematisierend lotet aber auch die Möglichkeiten des Mediums Video aus, und vermag so zugleich im Rahmen eines in Form einer raumgebundenen Videoinstallation innerhalb der Glasaufgänge aufzutreten. Dieses breite Spektrum an Möglichkeiten eröffnet einen sehr experimentellen Charakter von VIDEOworkCASE. Genauso kann die Videoarbeit Teil einer Rauminstallation sein, trotzdem findet aber keine "White Cube" - Situation statt.VIDEOworkCASE ist eine Mischform von Videoinstallation, Kunst im öffentlichen Raum und Videoskulptur die in dem Willy-Brandt-Platz eine Art von Transformation des Platzes verursacht, so das diese eine einmalige Situation für die Präsentation von Videokunst zulässt.Die Thematisierung der einzelnen Arbeiten kann sehr individuell abhängig vom Konzept des/der jeweiligen Künstler/in zu verschiedensten Ergebnissen führen. Die offenen Strukturen der Platzsituation, aber auch das Umfeld der umliegende Architektur sowie der Name des Platzes (Willy-Brandt-Platz) lassen auch sehr umgebungsbezogene Arbeiten zu, die sich ohne weiteres sehr detailbezogen, thematisch, und kritisch mit den umliegenden Bezugspunkten auseinandersetzen können und auch eine historische Auseinandersetzung mit der Stadt oder der Gegenwart ermöglichen. Das Videoprojekt kann durch die offene Situation und des rundum nutzbaren Platzes und dessen erweiternden Möglichkeiten, das Medium Videokunst sehr gut als ein offenes System ausloten, und auch in Form von Video-Performances oder mit Experimenten visueller Wahrnehmung in einer erweiterten Variante konzipiert und präsentiert werden. Ob nun Arbeiten in Form von Installationen, oder in Form von bewegten Bildern auf einer Vielzahl von Monitoren vorgeführt werden, so ist es auch ohne weiteres möglich die Videoarbeit/en aufeinander abzustimmen, so dass alle Flächen der Glasaufgänge miteinander korrespondieren und so als Gesamt-Videoskulptur funktionieren können. Auch könnten mit Videobeamern Projektionsflächen auf Leinwänden und Gebäuden in der Umgebung geschaffen werden, um dadurch zusätzliche Aspekte in die Videoarbeit und dem Umfeld des Platzes zu schaffen. Schließlich ist durch die Erweiterung in das Medium Internet auch ein Treffpunkt in der Internet Videokunstszene möglich. So können mit dem Projekt noch zusätzlich Distributionswege einen kreativen Umgang mit dem Videomaterial das für den/die Künstler/innen als außerordentliches Material noch verwertbar erscheint, dies im Internet weiterhin erhalten. So kann der Rezipient nicht nur diesen Ort aufsuchen sondern kann sich das Kunstwerk sogar weiter bearbeiten oder herunterladen. Das Internet wird dadurch zum erweiterten Ausstellungsraum für VIDEOworkCASE, das sich ohne weiteres als weiterführende Ergänzung der Videoinstallation die Arbeit miteinander so verbindet, dass es ohne die dazugehörige Internetpräsenz nicht vollständig ist und sich sogar interaktiv über das Internet bearbeiten und verändern lässt. Allerdings ist die Idee der Arbeit auch, aus der Flüchtigkeit sozialer Aktivität, die dort an diesen Ort nicht einmal wirklich entstanden ist, einen Raum zu entwickeln der als eine Art öffentliches Gemeinschaftskunstwerk dem Platz ein weiteres Modul anfügt und dadurch den sich umgebenden Raum zu einer neuen Funktion erweitert, die durch die Präsenz der Teilnahme mit der Erweiterung durch VIDEOworkCASE selbst aufgespannt wird. Die Funktion des Platzes generiert sich durch die Vektoren der Bewegung aus der Videoarbeit und den Besuchern darum herum, so entsteht aus dem Zusammenspiel der beiden eine Situation als Zeitwesen, die sich permanent ändert und doch: gibt es ein Innen, eine Begrenzung, der Abgeschlossenheit und der Intimität und Identität des Glasraumes der sich zusätzlich im öffentlichen Raum ergießt. So das dadurch auch ein sehr sinnlicher Aspekt mit entsteht. Der Grundsatz des Projektes VIDEOworkCASE ist, dass es als offenes System angelegt ist und Impulse von Außen aufnimmt zugleich kann es auch als Ort der Besinnlichkeit aber auch als aktionsgeladenes aggressives Element funktionieren - das die Fragestellung eines Ortes genauso in Anspruch nimmt, wie den kritischen Blick der öffentlichen Betrachtung. Diese konzeptuelle Grundlage die VIDEOworkCASE bietet entweder die Möglichkeit, dass sich die gezeigte Videokunst selbst thematisiert und die Möglichkeiten des Mediums so auslotet, oder sich als neue Gesamtleinwand betrachtet, die neue Experimente, Möglichkeiten und Formen öffentlicher Kunst mit bewegten Bildern erweitert.